Korfu – Unser erster Urlaub mit Baby

am
02.07.2019

Sommer, Sonne und Meer – mit Baby!

All das habe ich mir gewünscht und mein Wunsch ging in Erfüllung. Und das Ganze sogar relativ entspannt. Wie ihr vielleicht auf meinen Social Media Profilen (Instagram und Facebook) gesehen habt, waren wir vor kurzem in Korfu, genauer in Kontokali im Kontokali Bay Resort & Spa. Kontokali liegt nur 4,8 km nördlich von Korfu-Stadt, auf griechisch heißt die Stadt “Kerkyra” und ist rasch mit dem Bus bzw. Transfer in nur knapp 15 Autominuten vom Flughafen entfernt. Entsprechend laut fiel auch die Lautstärke des Flugverkehrs aus. Dessen sollte man sich bei einer Buchung so nahe beim Flughafen bewusst sein. Uns hat es jedoch nicht gestört, da uns die Nähe zur Stadt ohne lange Wege zurücklegen zu müssen, vor allem mit Kind on Board, wichtiger war.

Der erste Urlaub mit Baby in Korfu

Er ging für uns alle sehr entspannt über die Bühne, trotz Schub und fiesen Zähnedrückens. Ich vermute, dass die aufregende Situation unser Lausi so eingenommen hatte, dass Schmerzen und Unwohlsein gekonnt in den Hintergrund rückten, dafür Spaß und Spannung mit dem Meer, Sand, Miniclub, spaßenden KellnerInnen, zuckersüßen Reinigungsdamen sowie winkenden Touristen und herzigen Baby-Touristen den benötigten Erholungseffekt einräumten.

Flugzeug, Zug oder Auto?! Hauptsache Nervenschonend bitte

Falls ihr euch ebenfalls überlegt mit eurem Baby einen Flugurlaub zu buchen, möchte ich euch hiermit ermutigen es einfach zu wagen. Ich bin der Meinung, dass mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke und Planung hinsichtlich Kofferpackens, Zeitmanagement beim Hin- und Rückflug sowie positiven Denkens eigentlich kaum mehr etwas schief gehen kann und eine entspannte Reise möglich ist. Natürlich kennt ihr euer Kind am Besten und könnt auch am Besten einschätzen, wie sich euer Kind auf neue Situationen einstellt, ob es z.B. die Hitze am Meer gut aushält oder es die fremde Umgebung, fremdes Essen leiden kann. Für die ersten Urlaube haben wir uns vorgenommen, vordergründig Europa zu bereisen. Einen Langstreckenflug möchte ich unserm Kind so schnell (und vor allem uns!) nicht zu muten. Wer weiß aber, wie die Situation in ein paar Jahren aussieht. Sag niemals nie 😉

Es besteht natürlich immer die Möglichkeit nein zum Flugzeug zu sagen. Wenn ihr verreisen wollt, dann ist wohl das Auto, noch besser der Zug, das optimale Reisemittel für euch. Auch wir haben mit Zug bzw. ÖBB bisher gute Erfahrungen gemacht. Auf eine lange Autofahrt haben wir jedoch verzichtet, da unser Lausi ein sehr aktives Kind ist und eingepfercht sein, nur bedingt lange ausgehalten wird. Vom Lausi und unseren Nerven. So ist eine Flugreise mit kurzer Flugdauer (1 1/2 Stunden nach Korfu) ideal für uns gewesen.

Baby on Board – Auf nach Korfu bitte!

Anfangs waren wir unsicher wohin wir eigentlich wollten. Sehr lange stand eine Reise nach Mallorca im Raum, jedoch haben wir uns dann direkt im Reisebüro spontan für Korfu entschieden, da das angebotene Hotel alles hatte was wir uns wünschten: Sandstrand, Lift zum Strand, jeden Tag ein Shuttle direkt in die Stadt Korfu (somit kein Auto notwendig), Bungalows mit Gartenblick, Halbpension, Miniclub und sogar ein Spa mit Massageangebot.

Ich mit Lausi in der Babytrage

Mir persönlich war es sehr wichtig, dass wir in keinem unpersönlichen Riesen-Hotel-Komplex untergebracht werden. Unser Hotel war von der Größe her genau richtig, etwas kleiner wäre mir sogar noch lieber, aber so hat es ebenfalls gut gepasst. Besonders schön fand ich es beim Essen in der Früh und am Abend, als wir immer wieder die selben Gesichter der Gäste sowie KellnerInnen begrüßen konnten. Es wirkte schon fast heimelig.

Eines vorweg: bei unserem ersten Urlaub mit Baby hatten wir uns wenig bis gar nichts vorgenommen. Normalerweise gehören wir nicht zu den typischen Strandurlaubern, sondern sind meistens eher die Abenteurer mit Mietwagen und ab in die Botanik, Insel erkunden, um so viel wie möglich zu sehen. Dieses Mal war jedoch alles relaxter, denn mit Baby liegen die Prioritäten ganz woanders. Ich wollte echt nur Strand, Meer und Sonne mit meiner Familie genießen.

Italienisches Flair mitten in Griechenland

Die Insel Korfu gehört zu den siebtgrößten Inseln Griechenlands, sowie zur Ionischen Inselgruppe und wird aufgrund des ausgeglichenen Klimas und der Vegetation auch “die grüne Insel” genannt. Man kann von ihr aus recht rasch nach Albanien gelangen, hierzu wurden uns auch Tagesausflüge angeboten, die wir jedoch nicht wahrgenommen haben. Die Hauptstadt von Korfu heißt Kerkyra und wie wir festgestellt haben, ist Korfu-Stadt nicht so typisch griechisch wie man sich eine griechische Stadt wohl vorstellen mag. Ich war bisher zwei Mal auf Rhodos und im direkten Vergleich dazu erkennt man eindeutig die geschichtlichen Prägungen der Stadt durch Italien.

Flaniert man durch die Altstadt von Korfu, so kommt einem sofort Venedig oder Florenz in den Sinn. Bei manchen Palmen-Alleen kam sogar nicht nur italienisches, auch kurzzeitig kubanisches Flair auf. Nur die Sprache der Geschäftsinhaber, die aus den Geschäften drang, die Lokale welche Gyros und Souvlaki anpriesen oder die Korfioten, die schwatzend bei Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel einen Tratsch hielten, wies uns sofort zurecht und darauf hin: hier sind wir in Griechenland!

Kinderfreundlichkeit auf Korfu

Sind die Griechen Kinderfreundlich? Ναί! (griechisch für “Ja”). Meiner Erfahrung nach war wirklich jede Person der wir in Griechenland begegnet sind, ob Einheimische oder Touristen, waren die meisten ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Und eigentlich waren alle gänzlich fasziniert vom herzlichen und aufgeschlossenen Wesen unseres Lausis. Und unser Kind war eindeutig in seinem Element. Gesten und Winken wurden stolz zelebriert und kaum jemand konnte sich dem magischen Lächeln entziehen. Es war wirklich angenehm und dadurch, dass wir allgemein so entspannt waren, spürte dies wohl auch das Lausi und verhielt sich relaxter als sonst.

So kam es kaum zu Situationen in denen man wortwörtlich in den Fluchtmodus gerät, weil nun doch das Kind schon unruhig wird. Was die Korfioten bei dem Umgang mit Kindern wettmachen, wird leider durch die Infrastruktur in Bezug auf Kinderutensilien wie nicht vorhandene Wickeltische im Restaurant oder Hochstühle geschmälert. Doch dies ist kein griechisches, sondern allgemein ein Problem, dass auch oft in Österreich ein Thema ist. Im Hotel beispielsweise gab es sehr viele Hochstühle im Restaurant, lediglich den Wickeltisch vermisste ich. Doch man weiß sich mit Wickelunterlage und Boden auch gut zu helfen 🙂

Miniclub im Kontokali Bay Resort & Spa

Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war der Miniclub des Hotels. Dort gab es einen weitläufigen Kinderpool, sowie Rutsche, Wippe und Schaukel. Auch das obligatorische Bällebad und ganz viele Spielutensilien für jedes Alter waren vorhanden. Auch die Betreuerinnen vor Ort waren super lieb. Die Kinder und auch wir fühlten uns wohl.

Ausflugsziele in Korfu

Ingesamt waren wir nur 7 Tage auf Korfu, so hatten wir nicht unendlich Zeit die Schönheiten der Insel zu entdecken. Für meinen Geschmack haben wir in diesem Urlaub genügend an Erholung und Action mitgenommen. Vor allem in Anbetracht dessen, dass ein Baby mit dabei war. Da galt in erster Linie die Befindlichkeiten des Lausis zu berücksichtigen. Erst in zweiter Linie das Sightseeing.

Folgende Ausflugsziele haben wir uns also in Korfu angesehen:

  • Alte Venezianische Festung in Kerkyra (Achtung! Aussichtsplattform/Berg ist nicht barrierefrei, entweder trägst du dein Kind oder genießt so wie wir die Aussicht von unten 😉 Ich gebs zu: als wir die Stufen sahen, gingen wir. ;-D
  • Achillion – Residenz von Sisi und Kaiser Wilhelm II. (empfehlenswert! Auch das direkte Lokal daneben. Hier könnt ihr entspannt einen Kaffee genießen mit traumhaften Ausblick. Es gab es übrigens einen eigenen Wickelraum! Sowie Lifte die ins Obergeschoß führten.)
  • Korfu-Stadt (italienisches Flair garantiert!)
  • Gouvia Marina (Boats, Boats, Boats – gaaanz viele Boote zu sehen)

Ansonsten haben wir wirklich einen wunderbaren Strandurlaub in Korfu erlebt. Lausi hat den Strand und das Meer so gerne gehabt!

Wart ihr bereits in Korfu und habt ihr Tipps für Kinderfreundliche Hotels etwas weiter von der Stadt entfernt? Immer her damit. Der nächste Korfu-Urlaub kommt bestimmt und dann wahrscheinlich aber mit Mietwagen.

Strand im Kontokali Bay Resort & Spa

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Sommer & Urlaub.

Eure Vicky

 

Urlaub mit Baby – Entspannt Reisen

am
15.06.2019

Erster Urlaub mit Baby

Plant man den ersten Urlaub mit Baby ist man mit allerlei Sorgen konfrontiert. Sorge über den ersten Flug, das beste Reiseziel, das Essen vor Ort, die Gepflogenheiten im Land, die Kinderfreundlichkeit, die Infrastruktur, die Unterkunft, die Wassertemperatur, das Wetter oder einfach nur mit der Hibbeligkeit vor dem Unbekannten.

Kennt ihr schon die Sprüche zum Thema “Reisen mit Baby”? “An Urlaub dürfe man da ja gar nicht denken!”, “Nichts ist mehr wie vorher, also bleibt besser zuhause!”, “Balkonien ist doch auch schön”, “Wirst sehen, den nächsten entspannten Urlaub kannst du machen, wenn er auf Matura fährt.”, “Was? Mit Baby auf Urlaub? Seid ihr wahnsinnig?”, “Ach ihr seid also solche.” Mit “solche” sind die Menschen gemeint, die mit Baby ein Flugzeug betreten. Aber auch Eltern und Kinder haben ein Recht, dieses Fortbewegungsmittel zu nutzen. Das wird leider einfach manches Mal ausgeblendet. Das auch “solche” einen Tapetenwechsel benötigen auch. Ok. Wenn ich eines gelernt habe als Mama, dann ist es folgendes: erlaube dir kein Urteil, ohne alle Seiten zu kennen. Also quasi unmöglich. Folglich versuche ich so gut es geht vorurteilsfrei durchs Leben zu gehen (nicht leicht!). Auch gegenüber diesen Sprücheklopfern. Und manchmal schwingt neben der vermeintlichen Bevormundung, auch wirkliche Sorge mit. Sorge, dass dem Baby die Reise nicht gut tut. Sorgen, die natürlich auch die Eltern vor einer Entscheidung viel abverlangen.

Urlaubsreif

Aber: auch Mamas, Papas und Babys brauchen Urlaub. Daher bringen das ganze Sorgen-bibabo Fidibumm genau nix. Das was aber sehr wohl etwas bringt, richtig, ist: Urlaub! Spätestens, wenn das Windelwechseln im letzten Jahr zur Paradedisziplin der Eltern geworden ist, die Stillstunden von lang zu kurz, von kurz zu wieder lang und zu kurz, die Spaziergänge zum Hofer, DM, Billa, Interspar, Spielplatz 1, Spielplatz 2, Park 1, Park 2, Kindercafé etc. etwas an Glanz verlieren, die Powernaps in der Morgendusche (mit kurzer unbeabsichtiger Self-Waterboarding-Einlage) oder die Spieleinheit am Spielteppich mit deinem Kleinen mit Duplostein auf deiner Stirn endet, zur Regelmäßigkeit heranwachsen, oder aber du glaubst du hörst Meeresrauschen, in Wirklichkeit hast du einen Hörsturz vor lauter Stress. Ja spätestens dann merkst du wie urlaubsreif du eigentlich bist.

Urlaubsfanatismus

Ich bin ein absoluter Urlaubsfanatiker. Dafür, dass ich es eigentlich liebe neue Länder zu entdecken, habe ich in meinem Leben erstaunlicherweise nur halb so viele Reisen gemacht, wie ich gerne möchte. Das mag zum einem am nicht wirklich vorhandenen Budget (weshalb kostet das nochmal so viel?) und zum anderen an meiner besseren Hälfte liegen. Mein Mann zählt wohl zu den seltenen Reisemuffeln und versucht unser Erspartes mit Müh und Not beisammen zuhalten. Ich hingegen überzeuge in regelmäßigen Abständen, wie wichtig es ist, die Welt auf der wir leben, doch auch zu kennen (!!!). Manchmal finde auch ich die richtigen Argumente, um diesen Mann zu überzeugen. Diese Argumente findet ihr einen Absatz weiter oben (Urlaubsreif und so.).

Dieses Mal habe ich hoch und heilig versprochen, dass es wirklich nur ein Badeurlaub ist. Also wirklich Entspannung! Nicht so wie die letzten Male, wo der “Urlaub” in tägliche 15-20 km Fußmärsche ausgeartet ist. Denn die “Affen am Berg” hoch oben wollen auch noch gesehen werden. Aber das ist ein anderes Thema und vor allem ein anderes Land! Dieses Mal: minimalstes Sightseeing. Ganz sicher. Mal sehen, wie viele Tage ich mich daran halten werde…hm. Aber dieses Mal ist wirklich alles anders. Denn das erste mal ist unser Noch-Baby, bald Einjähriger mit dabei. Und in ungewohnter Weise packen wir bereits einige Tage im Vorfeld für unseren ersten Familienurlaub zu Dritt.

Urlaubscheckliste

Damit wir auch unter Garantie nichts vergessen habe ich online natürlich eine Checkliste für “Urlaub mit Baby” und “das Packen für Ihr Baby/Kleinkind” gegoogelt. Auf Babycenter.de habe ich eine wirklich brauchbare gefunden. Da es wirklich viele Checklisten im Internet gibt, unterlasse ich es hier eine eigene zu erstellen, sondern verweise auf die wirklich tolle Checkliste, die wir auch für unseren Urlaub herangezogen haben.

Was ich euch aber gerne auf den Weg mitgeben kann, sind ein paar Tipps wie ihr meiner Meinung nach, dem Urlaub mit Baby begegnen könnt.

  1. Lasst euch nicht verrückt machen durch die Sorgen anderer oder durch eure eigenen.
  2. Versucht geordnet und pragmatisch in der Reiseplanung vorzugehen.
  3. Das erste Reiseziel zu Dritt sollte für alle Beteiligten möglichst entspannend sein. Eine Safaritour in Botswana ist dann evtl. nicht so ideal. Das bleibt aber euch überlassen (aber ernsthaft: ich würde eher in Europa einen Strandurlaub empfehlen :))
  4. Ihr dürft auch Sachen vergessen. Die meisten europäischen Länder haben die gleichen/ähnliche Dinge, wie zuhause.
  5. Seid zuversichtlich, dass der Flug (wenn ihr fliegt) ohne gröbere Probleme zu bewerkstelligen sein wird. Wie auch zuhause gilt die Regel auch auf Reisen. Sind die Eltern entspannt, ist das Baby entspannt.
  6. Habt Spaß und vergesst nicht auf gemeinsame Schnappschüsse. Erinnerungen an schöne Zeiten sind so wertvoll.

Ich hoffe ich kann mich selbst brav an meine eigenen Tipps halten. Gerne berichte ich euch von meinem ersten Urlaub mit Baby bei einem meiner nächsten Beiträge. Bis dahin alles Liebe!

Spielraum Märchenwald – Mein Erfahrungsbericht

am
23.05.2019

Das Wetter ist die letzten Wochen wirklich grausig kalt, regnerisch und der Feind aller Eltern. Letztes Jahr im Mai war es wunderschön warm und die Vorboten zum Sommer waren quasi schon übersprungen. 30 Grad Celsius und Sonne Ende nie. Fast wie in Ibiza 😉 Nur leider warten wir dieses Jahr eher länger als kurz auf den richtig warmen Sommer. Alle Eltern, die ein Krabbelkind und älter haben wissen: wenn das Kind untertags nicht vollends ausgelastet wird, droht ein Armageddon-ähnlicher Zustand des Nächtens. Und das wollen wir nicht. Das will niemand. Never ever. Gut, dass es Spielräume wie den Spielraum Märchenwald gibt.

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