Erster Urlaub mit Baby

Plant man den ersten Urlaub mit Baby ist man mit allerlei Sorgen konfrontiert. Sorge über den ersten Flug, das beste Reiseziel, das Essen vor Ort, die Gepflogenheiten im Land, die Kinderfreundlichkeit, die Infrastruktur, die Unterkunft, die Wassertemperatur, das Wetter oder einfach nur mit der Hibbeligkeit vor dem Unbekannten.

Kennt ihr schon die Sprüche zum Thema “Reisen mit Baby”? “An Urlaub dürfe man da ja gar nicht denken!”, “Nichts ist mehr wie vorher, also bleibt besser zuhause!”, “Balkonien ist doch auch schön”, “Wirst sehen, den nächsten entspannten Urlaub kannst du machen, wenn er auf Matura fährt.”, “Was? Mit Baby auf Urlaub? Seid ihr wahnsinnig?”, “Ach ihr seid also solche.” Mit “solche” sind die Menschen gemeint, die mit Baby ein Flugzeug betreten. Aber auch Eltern und Kinder haben ein Recht, dieses Fortbewegungsmittel zu nutzen. Das wird leider einfach manches Mal ausgeblendet. Das auch “solche” einen Tapetenwechsel benötigen auch. Ok. Wenn ich eines gelernt habe als Mama, dann ist es folgendes: erlaube dir kein Urteil, ohne alle Seiten zu kennen. Also quasi unmöglich. Folglich versuche ich so gut es geht vorurteilsfrei durchs Leben zu gehen (nicht leicht!). Auch gegenüber diesen Sprücheklopfern. Und manchmal schwingt neben der vermeintlichen Bevormundung, auch wirkliche Sorge mit. Sorge, dass dem Baby die Reise nicht gut tut. Sorgen, die natürlich auch die Eltern vor einer Entscheidung viel abverlangen.

Urlaubsreif

Aber: auch Mamas, Papas und Babys brauchen Urlaub. Daher bringen das ganze Sorgen-bibabo Fidibumm genau nix. Das was aber sehr wohl etwas bringt, richtig, ist: Urlaub! Spätestens, wenn das Windelwechseln im letzten Jahr zur Paradedisziplin der Eltern geworden ist, die Stillstunden von lang zu kurz, von kurz zu wieder lang und zu kurz, die Spaziergänge zum Hofer, DM, Billa, Interspar, Spielplatz 1, Spielplatz 2, Park 1, Park 2, Kindercafé etc. etwas an Glanz verlieren, die Powernaps in der Morgendusche (mit kurzer unbeabsichtiger Self-Waterboarding-Einlage) oder die Spieleinheit am Spielteppich mit deinem Kleinen mit Duplostein auf deiner Stirn endet, zur Regelmäßigkeit heranwachsen, oder aber du glaubst du hörst Meeresrauschen, in Wirklichkeit hast du einen Hörsturz vor lauter Stress. Ja spätestens dann merkst du wie urlaubsreif du eigentlich bist.

Urlaubsfanatismus

Ich bin ein absoluter Urlaubsfanatiker. Dafür, dass ich es eigentlich liebe neue Länder zu entdecken, habe ich in meinem Leben erstaunlicherweise nur halb so viele Reisen gemacht, wie ich gerne möchte. Das mag zum einem am nicht wirklich vorhandenen Budget (weshalb kostet das nochmal so viel?) und zum anderen an meiner besseren Hälfte liegen. Mein Mann zählt wohl zu den seltenen Reisemuffeln und versucht unser Erspartes mit Müh und Not beisammen zuhalten. Ich hingegen überzeuge in regelmäßigen Abständen, wie wichtig es ist, die Welt auf der wir leben, doch auch zu kennen (!!!). Manchmal finde auch ich die richtigen Argumente, um diesen Mann zu überzeugen. Diese Argumente findet ihr einen Absatz weiter oben (Urlaubsreif und so.).

Dieses Mal habe ich hoch und heilig versprochen, dass es wirklich nur ein Badeurlaub ist. Also wirklich Entspannung! Nicht so wie die letzten Male, wo der “Urlaub” in tägliche 15-20 km Fußmärsche ausgeartet ist. Denn die “Affen am Berg” hoch oben wollen auch noch gesehen werden. Aber das ist ein anderes Thema und vor allem ein anderes Land! Dieses Mal: minimalstes Sightseeing. Ganz sicher. Mal sehen, wie viele Tage ich mich daran halten werde…hm. Aber dieses Mal ist wirklich alles anders. Denn das erste mal ist unser Noch-Baby, bald Einjähriger mit dabei. Und in ungewohnter Weise packen wir bereits einige Tage im Vorfeld für unseren ersten Familienurlaub zu Dritt.

Urlaubscheckliste

Damit wir auch unter Garantie nichts vergessen habe ich online natürlich eine Checkliste für “Urlaub mit Baby” und “das Packen für Ihr Baby/Kleinkind” gegoogelt. Auf Babycenter.de habe ich eine wirklich brauchbare gefunden. Da es wirklich viele Checklisten im Internet gibt, unterlasse ich es hier eine eigene zu erstellen, sondern verweise auf die wirklich tolle Checkliste, die wir auch für unseren Urlaub herangezogen haben.

Was ich euch aber gerne auf den Weg mitgeben kann, sind ein paar Tipps wie ihr meiner Meinung nach, dem Urlaub mit Baby begegnen könnt.

  1. Lasst euch nicht verrückt machen durch die Sorgen anderer oder durch eure eigenen.
  2. Versucht geordnet und pragmatisch in der Reiseplanung vorzugehen.
  3. Das erste Reiseziel zu Dritt sollte für alle Beteiligten möglichst entspannend sein. Eine Safaritour in Botswana ist dann evtl. nicht so ideal. Das bleibt aber euch überlassen (aber ernsthaft: ich würde eher in Europa einen Strandurlaub empfehlen :))
  4. Ihr dürft auch Sachen vergessen. Die meisten europäischen Länder haben die gleichen/ähnliche Dinge, wie zuhause.
  5. Seid zuversichtlich, dass der Flug (wenn ihr fliegt) ohne gröbere Probleme zu bewerkstelligen sein wird. Wie auch zuhause gilt die Regel auch auf Reisen. Sind die Eltern entspannt, ist das Baby entspannt.
  6. Habt Spaß und vergesst nicht auf gemeinsame Schnappschüsse. Erinnerungen an schöne Zeiten sind so wertvoll.

Ich hoffe ich kann mich selbst brav an meine eigenen Tipps halten. Gerne berichte ich euch von meinem ersten Urlaub mit Baby bei einem meiner nächsten Beiträge. Bis dahin alles Liebe!

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