Mit Baby ist alles anders sagt man. Dein Leben und Alltag sind auf den Kopf gestellt. Und das ist gut so. Doch nicht nur der Alltag ändert sich. Auch man selbst ist verändert. Hinzu kommt das stetig wachsende Ruhebedürfnis. Das Bedürfnis nach Natur und einem Eigenheim, wo man sich verwirklichen kann. Und das am besten mitten im Grünen, ohne viele Nachbarn. Ohne viele Autos und Smog.

Es ist nun doch nicht mehr so abwegig, wie noch in den Anfängen der wilden 20er, als dieser Gedanke mit sofortigen Fluchtreflex und anschließenden Gelächter mit Bierzischens endete. Und nun Anfang der 30er stellt sich plötzlich die Frage aller Fragen “Eigentum – hot or not?”.

Als absoluter Fan der Gilmore Girls ist es einer meiner ersten Ansprüche gewesen Pro und Contra Listen à la Rory Gilmore zu führen, um festzustellen ob eine Mietwohnung weiterhin das Wahre ist oder doch ein Haus am Land bzw. zumindest eine Wohnung am Stadtrand mein Herz höher schlagen lässt (nur bitte unbedingt mehr grün als dieses triste Stadtgrau momentan). Denn als eingefleischte Wienerin, wie ich es bin, ist es doch nicht so einfach plötzlich die geliebte Stadt, ihre Vorzüge und meine Mietwohnung hinter sich zu lassen.

Denn die Stadt Wien bietet einiges. Viel Infrastruktur, von der sogar andere Weltstädte nur träumen können (Wiener Linien sei Dank). Massig gute Restaurants (ich lebe für gutes Essen), Kindergärten die kaum was kosten (oh ja! Stellt euch vor – ihr zahlt nur das Essen!) und natürlich ist die Arbeitsstelle und fast alle Freunde in Wien. Dazu kommt wegen der guten Infrastruktur ist man innerhalb einer Stunde fast überall in Wien und das Auto könnte man sich getrost sparen. Warum also keine Wohnung im schönen Wien einfach kaufen? Diese Frage hätte ich mir wohl vor 10 Jahren stellen sollen, als die Wohnungspreise noch leistbar bzw. moderat waren. Ja das würde ich gerne meinem damaligen Ich flüstern. Nur leistbar wäre es für mich zum damaligen Zeitpunkt als anfängliche Publizistikstudentin mit Teilzeitjob wohl auch nicht gewesen. Fies oder?

Seit eh und je bin ich also Wohnungsmieterin. Und ich dachte bisher, dass das auch ganz gut ist. Man ist flexibel und wunderbar ungebunden. Gefällt einem die Wohnung irgendwann nicht mehr, zieht man einfach weiter. Eigentlich ziemlich super. Doch viel verändern wird man in einer Mietwohnung wohl zum Beispiel nicht. Zumindest nichts Grobes, denn irgendwann findet sich der Schlüssel wieder beim Vermieter. Auch der Platz ist manches Mal manchmal eher knapper bemessen, als zum Beispiel in einem Haus. Und was mir auch fehlt ist ein kleiner Garten, wo ich im Sommer die Seele baumeln lassen kann. Ruhe vorm Alltagsstress finden ist in den letzten Jahren mein tägliches Mantra geworden. Der Gedanke an ein Eigenheim am Land ist somit nicht unbegründet. Und ich frage mich in der letzten Zeit immer häufiger. Wie machen das eigentlich alle anderen?

Wie es auch ist, die Entscheidung für ein Eigenheim – ob Stadt oder Land – will gut überlegt sein. In meinem persönlichen Ranking fällt das Thema wohl derzeit in die Kategorie “Hot”, da ich eine Wertanschaffung für meine Zukunft als klug erachte. Insbesondere wenn ich an die Zukunft von meinem Sohn denke. Ich empfehle jedoch unbedingt viele Gespräche mit allen wichtigen Personen in eurem Leben zu führen. Schaut euch die Umgebung eures zukünftigen Eigenheims genau an und was sie euch zu bieten hat. Und träumt etwas. Wenn ihr euch den Ort eurer Wahl für das nächste Jahrzehnt vorstellen könnt, dann ist das schon ein guter Anfang. Also ich bin dann mal am träumen…

 

 

 

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